'Sterne des Sports' 2018 verliehen

Zwölf Sportvereine aus dem Sportkreis Buchen nahmen 2018 an dem von den Volksbanken und vom Olympischen Sportbund seit 2004 veranstalteten Wettbewerb „Sterne des Sports“ teil. Die Siegerehrung auf der Ebene des Altsportkreises Buchen fand am Donnerstagabend im Sitzungssaal der Volksbank Franken in Buchen statt. Bankdirektorin Karin Fleischer erläuterte, dass die „Sterne des Sports“ als eine Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Volksbanken und Raiffeisenbanken Sportvereine und ihre vielfältigen Helfer für ihr gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Mit ihren Angeboten fördern die Sportvereine in besonderer Weise Kinder und Jugendliche, tragen zum Schutz der Gesundheit bei, unterstützen Familien, oder dienen einem besseren Miteinander. Es seien große Leistungen, die immer noch viel zu wenig öffentliche Beachtung fänden. Die „Sterne des Sports“ sollen das ändern.

Seit 2008 laden die Volksbank Franken und der Sportkreis Buchen die Vereine zur Teilnahme ein. In den vergangenen zehn Jahren erhielten Vereine der Region für hervorragende Projekte und bürgerliches Engagement Geldpreise der Volksbank Franken in Höhe von über 31 000 Euro. Verliehen wurden der große Stern in Bronze sowie drei kleine Sterne des Sports in Bronze und acht Anerkennungspreise. Die Jury habe wieder eine anspruchsvolle Aufgabe gehabt.

Dr. Björn-Christian Kleih, Erster Landesbeamter des Neckar-Odenwald Kreises, sagte, diese „Sterne des Sports“ seien etwas ganz Besonderes – ein Qualitätssiegel für den Sport und die geleistete ehrenamtliche Arbeit im Sport. Diese Sterne seien aber mehr als ein Qualitätszeichen, sie seien oftmals auch ein Hoffnungszeichen, das seine Wirkung nicht nur auf den Sport selbst, sondern auch auf die Gesellschaft, und hier insbesondere auf dem Sektor Integration und Gleichstellung habe.

Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger (Mudau) wies als Jurymitglied auf den Stellenwert des Wettbewerbs hin, biete er doch jedem Verein die einmalige Gelegenheit, die Bandbreite im sportlichen Vereinsangebot zur Gestaltung der Freizeit in recht eindrucksvoller und beeindruckender Weise einer breiten Öffentlichkeit vorstellen zu können.

Sportkreisvorsitzender Manfred Jehle stellte die eingereichten Projekte vor. Die teilnehmenden Vereine aus dem Sportkreis Buchen hätten gezeigt, dass sie neben ihrem sportlichen Angebot auch auf sozialen Bereichen wie Ehrenamtsförderung, Gesundheit, Integration und Inklusion, Jugendarbeit, Klima-, Natur- und Umweltschutz oder Gleichstellung kreativ tätig seien. Die Vision dieser Kooperation sei es, besonderes Engagement von Sportvereinen in den genannten Bereichen durch Förderung und Honorierung herauszufordern. Alle Wettbewerbsbeiträge würden die hohe Qualität und den hohen Einsatz des ehrenamtlichen Engagements im Sport zeigen. Jehle dankte allen, die sich für den Wettbewerb engagiert haben.

Nach eingehender Beratung habe die Projektarbeit des TSV Mudau „Benefizspiel mit dem FC Bayern München“ die Jury besonders überzeugt und somit den ersten Platz belegt, wurde mit „Großen Stern des Sports in Bronze“ und mit einem Preisgeld von 1500 dotiert. Der TSV Mudau, so die Begründung, erkenne Wünsche und Bedürfnisse der Region und sei so ein Vorbild für die Sportvereine in der Region. Die Idee am Anfang habe gelautet: „Der Verein engagiert sich einen Tag lang für einen guten Zweck“. Dass dann viele ehemalige Bayernspieler der Legendenelf im Mudauer Odenwaldstadion Fußball spielen und Bayern-Präsident Uli Hoeneß am Grillstand persönlich Würstchen für den guten Zweck verkaufen würden, habe sich zu diesem Zeitpunkt niemand im Verein vorstellen können. Doch was dann zustande gekommen sei, habe die Erwartung alle TSV-Vereinsmitglieder bei weitem übertroffen (die FN berichteten).

Durch vielfältige Mithilfe sei es dem TSV gelungen, eine Spendensumme von 60 000 Euro zu generieren: Die Spenden seien zu gleichen Teilen an die Lebenshilfe Buchen, an das Ambulante Kinderhospiz sowie an eine Behinderten-Sportgruppe der Johannes-Diakonie gegangen.

Den zweiten Platz belegte der FC Viktoria Hettingen mit seinem Projekt „Gemeinsam für Luisa und Andere“. Der FC, so Jehle, sei immer offen für besondere Herausforderungen. So sei vom Verein in Zusammenarbeit mit dem DKMS eine Typisierungsaktion durchgeführt worden, wobei die Bereitschaft zum Helfen hierbei enorm gewesen sei. Mit 1812 Typisierungen und einer Spendensumme von über 72 000 Euro seien die Erwartungen bei weitem übertroffen worden. Im Vordergrund der Aktion habe das Engagement gestanden, für einen Mitmenschen und eine gute Sache zu kämpfen und sich dafür einzusetzen. Neben dem „Kleinen Stern des Sports in Bronze“ gab es einen Geldpreis von 750 Euro.

Den dritten Platz belegten gemeinsam der TV 1848 Walldürn und der VfB Altheim mit ihren nach Meinung der Jury gleichwertigen Projekten „Wettkampfturnen – unser Team ist Gold wert“ (Projekt des TV 1848 Walldürn) und. „Energie-Quellen des Sports“ (Projekt des VfB Altheim). Beide Vereine bekamen von Manfred Jehle und Karin Fleischer einen „Kleinen Stern des Sports in Bronze“ sowie einen Geldpreis von 250 Euro.

Alle anderen Projektarbeiten wurden mit einem Anerkennungspreis von 150 Euro ausgezeichnet: der Schachclub BG Buchen 1980 für „Sport- und Spieletag“ (Schach und andere Sportarten); der TC „Blau-Weiß“ Altheim für „Vogel- und Insektenschutz beim TC Altheim“; der TSV Höpfingen für „Bundesfreiwilligendienst im Verein“; die Eintracht Walldürn für „Umbau und Neubau eines Funktionstraktes auf dem Sportgelände Walldürn-Süd“; der FSV Dornberg für „Rita“ (Refugee Information and Transport with Automobile); der SV Hettigenbeuern für „Turnen und Bewegung im Verein – Vom Enkel bis zu den Großeltern. Soziales Engagement“; der Förderverein Handball Neckar-Odenwald-Tauber für „Jugendliche Sportler mit gezielten Maßnahmen fördern und weiter ausbilden“ und der Tennisclub TCG Götzingen erhielt seine Auszeichnung für „Neugestaltung Boccia Bahn. Rentner-Boccia-Stammtisch des TCG“. ds

(Quelle: Fränkische Nachrichten, 17. November 2018)